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Geometrische Schmuckschale aus Modelliermasse

Ich hoffe Ihr seid gut ins neue Jahr gerutscht 🎆

Schon in meinem letzten Weihnachts-DIY habe ich mich ausgiebig mit dem Thema lufttrocknende Modelliermasse beschäftigt. Ursprünglich habe ich sie gekauft, um unsere Tortenfiguren für die Hochzeit selbst zu modellieren. Da das aber ordentlich in die Hose ging, musste ich die Modelliermasse nun anders verwerten. Ausrollen und Plätzchen ausstanzen geht damit schon einmal super. Jetzt wollte ich dann doch noch etwas anspruchsvolleres damit gestalten und habe mich für eine moderne Schmuckschale im geometrischen Design entschieden. Die Vorlage hierfür habe ich fix am Computer erstellt und hier für euch zum Download bereitgestellt. Seid ihr jetzt auf den Geschmack gekommen, dann bringt schon eimal viel Geduld und Zeit mit, denn das Nachbearbeiten der modellierten Schale kostet so einige Nerven. Aber das mühsame Abschleifen des Rohmodells zahlt sich am Ende aus, versprochen 😉!

Material

Verwendete Modelliermasse und Modellierhölzer für die Schmuckschale

Für die Schmuckschale aus Modelliermasse habe ich verwendet:

  • Lufthärtende Modelliermasse (Keramiplast von boesner, z.B. hier)
  • Modellierhölzer als Modellierhilfe
  • Nudelholz
  • Pinsel 
  • Acrylfarben
  • Acryl-Glanzlack (z.B. hier*)
  • Schleifpapier in verschiedenen Stärken

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1. Modelliermasse ausrollen

Modelliermasse mit einem Nudelholz ausrollen

Zuerst nehmt ihr einen großen Klumpen Modelliermasse und rollt es mit dem Nudelholz gleichmäßig aus, so dass die Masse überall gleich dick ist. Dabei die Modelliermasse nicht zu dünn ausrollen.

2. Modelliermasse zurechtschneiden


Vorlage der Schmuckschale ausschneiden und auf die Masse anordnen

Die PDF Vorlage für die Einzelteile der Schmuckschale findet ihr unter diesem Link: Vorlage_Schmuckschale, dort könnt ihr sie kostenlos herunterladen und ausdrucken. Für den nächsten Schritt die ausgeschnittenen Einzelteile der Vorlage gleichmäßig auf der Modelliermasse verteilen.

Papiervorlage aus der Modelliermasse schneiden

Mit Hilfe eines Modellierholzes (oder eines Messers) fahrt ihr dann die Konturen der Vorlage ab. Dabei ist sorgfältiges Arbeiten ganz wichtig, damit die Einzelteile später auch gut zusammenpassen.

Die zurechtgeschnittene Modelliermasse ca. 2 Stunden an der Luft antrocknen lassen

Damit die Modelliermasse besser weiterverarbeitet werden kann, habe ich sie ca. 2 Stunden an der Luft antrocknen lassen. So wird die Masse steifer und drückt nicht mehr so leicht ein. Aber nicht zu lange warten, sonst bröseln euch die Teile beim Zusammensetzen schnell weg.

3. Zusammensetzen der Einzelteile

Zusammensetzen der Einzelteile der Schmuckschale

Nach dem Antrocknen der ausgeschnitten Teile, können sie zusammengesetzt werden. Die Vorlage ist darauf ausgelegt, dass die Seitenwände der Schale in einer bestimmten Schräge angebracht werden. Probiert einfach etwas herum, ihr werdet schnell merken wie sie richtig zusammengesetzt gehören. Ich habe die Seitenwände mit Hilfe von kleinen „Würsten“ aus frischer Modelliermasse an der Bodenfläche festgeklebt. Die kleinen Modellierstäbchen habe ich verwendet, um schöne Übergänge zwischen den Seitenwänden und der Bodenfläche zu schaffen, oder neue Modelliermasse anzudrücken. Die angeklebten Seitenwände habe ich dann mit Gegenständen in ihrer Position fixiert und die Schale so einen Tag trocknen gelassen.

Die Modellierstäbchen habe ich verwendet, um schöne Übergänge zwischen den Einzelteilen zu schaffen.

Am nächsten Tag ist die Form bombenfest, aber auch sehr spröde (bricht also leicht). Vorsichtig könnt ihr jetzt feine Risse mit frischer Modelliermasse auffüllen und so auch Unebenheiten ausgleichen. Wieder solltet ihr die Form vollständig aushärten lassen. Danach könnt ihr die Rohform mit Hilfe von Schleifpapier verschiedener Stärke bearbeiten. Ich habe so lange geschliffen, bis alle Seitenwände keine Unebenheiten mehr aufwiesen. Nur so bekommt man ein wirklich „perfektes“ geometrisches Erscheinungsbild. Je nachdem wie sauber ihr eure Schale haben wollt (bitte nicht übertreiben 😜), kann das so einige Zyklen dauern. Immer wieder muss neue Modelliermasse an bestimmten Stellen aufgetragen und nach dem Trocknen wieder glatt geschliffen werden. 

Das Ergebnis kann sich aber sehen lassen:

Ergebnis nach mehrmaligem Abschleifen der Rohform.

Mit Schleifpapier abgerundete Ecken der Schmuckschale. Das Schützt vor dem Absplittern.

Die spitzen Ecken der Schmuckschale habe ich dann auch noch mit Schleifpapier abgerundet. Sie würden aufgrund des sehr spröden Materials ansonsten sehr leicht absplittern.

4. Bemalen der Schmuckschale

Ich kann euch sagen, die Entscheidung für die Farbe der Schmuckschale ist mir sehr schwer gefallen! Letztendlich habe ich mich für eine moderne Farbkombination entschieden, die auch zum geometrischen Design der Schale passt. Zuerst habe ich die Bodenfläche und die äußeren Seitenwände mit weißer Acrylfarbe bestrichen.

Da ich keinen Rosaton als Acrylfarbe zur Verfügung hatte, habe ich ihn mit den zwei Farben Blau und Rot, sowie etwas Weiß gemischt. Damit habe ich dann die komplette Innenfläche der Schale bemalt. Nach dem Trocknen habe ich noch mit schwarzer Acrylfarbe und einem ganz dünnen Pinsel schwarze, gerade Linien in die Schale gemalt. Diese habe ich vorher mit Bleistift angezeichnet. Um möglichst gerade Linien zu bekommen habe ich schmale Papierstreifen genommen und sie als Schablone zum Anzeichnen in die Form gelegt (legen sich im Gegensatz zu einem Lineal auch wunderbar um die Kanten).

Bemalen der Schmuckschale mit Acryl-Glanzlack

Zum Schluss habe ich nur die Innenfläche der Schmuckschale noch mit etwas Acryl-Glanzlack bestrichen. Die Außenflächen habe ich matt gelassen, weil ich den Kontrast zwischen glänzender Innenfläche und rauer Außenfläche schön finde.

Fertige Schmuckschale im geometrischen Design.

DIY geometrische Schmuckschale aus lufttrocknender Modelliermasse.

Zuletzt wollte ich noch einmal ein kleines Feedback zu der von mir verwendeten Modelliermasse geben (KEIN gesponserter Post). Meine Erfahrungen mit der lufttrocknenden Modelliermasse Keramiplast von boesner sind sehr gut. Sie ist nicht zu weich, aber auch nicht zu fest und lässt sich gut modellieren. Nach kurzem Antrocknen lassen sich auch noch gut kleine Feinheiten einarbeiten. Auch das Preis-Leitungs-Verhältnis stimmt. Lange habe ich überlegt, ob ich lieber mit Fimo arbeiten soll, bin aber mit meiner Wahl für diesen Verwendungszweck sehr zufrieden. Super ist auch, dass sich die Modelliermasse nach dem Trocknen noch gut bearbeiten lässt (z.B. mit Schleifpapier). 

Ich hoffe diese Anleitung hat euch so viel Spaß gemacht wie mir.

Liebe Grüße,

Isabella

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2 Kommentare

  • Antworten
    Ayla
    14. Februar 2018 at 21:11

    Liebe Isabella,

    die Schale finde ich soo schön! Ich hätte nicht gedacht, dass man so etwas so gut selber machen kann. 🙂
    Sie sieht sehr schick aus und die Farben gefallen mir auch super gut!
    Mit Fimo Knete habe ich schon gearbeitet, jetzt muss ich glaube ich die Modelliermasse auch mal probieren. 😉
    Ich habe auch deinen tollen Youtube Kanal entdeckt! Man merkt einfach wie viel Arbeit und Liebe du darein steckst! 🙂 Mach weiter so! 🙂

    Liebe Grüße
    Ayla

  • Antworten
    Patrick Nießen
    16. Februar 2018 at 08:49

    Hallo Isabella,

    ich bin durch Zufall auf deinen Blog gekommen und bin absolut begeistert von der kreativen Idee von dir. Es ist erstaunlich zu sehen, was mit handelsüblicher Modelliermasse alles gefertigt werden kann. Beim Bemalen von ähnlichen Projekten noch der Tipp von mir, hier auch mit Formen und Mustern zu Arbeiten, die man sich mit einer Schablone aus Papier zurecht schneidet und dann nur noch austupft. Schau doch gerne auch mal bei unser Arbeit und unseren Mustern hier nach und lass dich inspirieren für eigene Ideen. Wir haben uns auf Zementfliesen spezialisiert. Das ist ein inzwischen fast vergessenes Handwerk noch aus dem 19. Jahrhundert.

    Lieber Gruß
    Patrick

  • Antworten

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